Notarzt, Bergwacht und Rettungsdienst
Notarzt, Bergwacht und Rettungsdienst

Text und Bild aus dem Freien Wort vom 03.01.2009.
Helfen, wo sonst keiner hinkommt
Helfen, wo sonst keiner hinkommt
Aus dem Freien Wort vom 19.11.2008
|
|
|
Der Vorsitzende des DRK Sonneberger Kreisverbandes Erwin Götz (l.) |
Kameraden in Scheibe-Alsbach nahmen neues Einsatzfahrzeug in Betrieb.
Scheibe-Alsbach – Vor wenigen Tagen war es endlich soweit, die Kameraden der Bergwacht Scheibe-Alsbach konnten ihr neues Einsatzfahrzeug in Betrieb nehmen. Erwin Götz, Vorsitzender des DRK Sonneberger Kreisverbandes überreichte dem Bereitschaftsleiter Konni Lutter den Schlüssel.
Ein Geländefahrzeug musste es schon sein, denn schließlich kommen die Kameraden der Bergwacht dort zum Einsatz, wo meist ein normaler Rettungswagen nicht hinkommt. Das Einsatzgebiet reicht von Goldisthal über Masserberg bis hin zur Eisfelder Ausspanne, von Saargrund bis Effelder, Schalkau, Steinach und Steinheid. Fast ein Dutzend Gemeinden liegen im Zuständigkeitsbereich, viele Einsätze führen die Bergwachtkameraden auch zur Skiarena in Steinach, allein dort kommen in einer Saison rund 1500 Einsatzstunden zusammen.
Allerdings stecken die Kameraden auch in einem gewissen Dilemma. Gesetzlich ist zwar eine Bergwacht vorgeschrieben, aber wenn es um die Finanzierung geht, fühlt sich niemand so recht zuständig. Für die Bergung eines Verletzten erhält die Bergwacht rund 51 Euro. „Das ist aber eine freiwillige Leistung der Krankenkassen“, erklärt Konni Lutter. Weiter sagte der Bereitschaftsleiter: „Es gibt auch Kassen, die die Zahlung ablehnen.“
Erfreut zeigten sich die Kameraden und DRK-Chef Götz über die Zuwendung der Gemeinde Goldisthal, „Mit 5 000 Euro hat sich Goldisthal an der Finanzierung des Fahrzeugs beteiligt“, erzählt der Vorsitzende. Enttäuscht zeigten sich die Kameraden, dass von den anderen Gemeinden nicht einmal eine Reaktion auf das Ansinnen der Bergwacht erfolgte. „Einzig die Stadt Schalkau hat uns noch mit 150 Euro unterstützt“, sagt Lutter erfreut.
Dabei ging es den Kameraden keinesfalls nur um die großen Summen, die Einsicht, dass es in manchem Stadtsäckel mau aussieht, ist auch bis nach Scheibe-Alsbach gedrungen. Und so freue man sich ebenso über die 150 Euro von Schalkau wie über die größere Summe von Goldisthal. Man würde sich auch eine bessere Unterstützung durch das Landratsamt wünschen, war der eigentliche Tenor. In der jetzigen Situation fühlen sich die Kameraden am Rande des Kreisgebietes etwas verlassen und vergessen.
|
| Der Geländewagen ist so ausgelegt, dass darin auch ein Verletzter abtransportiert werden kann. |
Ohne die Unterstützung des DRK-Kreisverbandes würde gar nichts gehen. Dieser hat den größten Teil der rund 20 000 Euro für das Fahrzeug getragen.
Allerdings ist noch der Spezialausbau, Blaulicht, Funktechnik und Ausrüstung erforderlich: „Dabei helfen uns zwei Sonneberger Firmen“, sagt Konni Lutter und bedankt sich bei Brakom und Stephans Forstmaschinen. „Wir sind froh über diese engagierte ehrenamtliche Truppe“, versichert Christine Doktorowski, die Referentin im DRK Sonneberger Kreisverband und lobte besonders den Einsatz der Jugend.
Vielen Dank an die freundlichen Bergwacht-Sanitäter
Vielen Dank an die freundlichen Bergwacht-Sanitäter
Eigentlich wollte ich anfänglich an dieser Stelle einmal meiner Wut freien Lauf lassen und über die einen oder anderen Missstände beim IXS Downhillcup in Steinach berichten (z.B. die langen Wartezeiten am Lift auf Grund der nicht vorhandenen Shuttle-Möglichkeiten und der damit leider spärlich ausfallenden Trainingszeiten, etc.). Doch ich wurde eines besseren belehrt und berichte mal ausschließlich über die wirklich erfreulichen Dinge. Zum einen war das Wetter der absolute Knaller. Perfekt zum biken, nicht zu warm und nicht zu kalt und das bei strahlend blauen Himmel. Zum anderen war die Strecke super schnell (wurde mir leider zum Verhängnis) und flowig.
P.S. In der Regel sind wir immer so schnell :).
Zusammenarbeit mit SV 08 Ski weiter ausgebaut
Zusammenarbeit mit SV 08 Ski weiter ausgebaut
Nun gab es die Bitte der Wintersportler, dass für Ihre Trainer ein Kurs in Erster Hilfe durchgeführt werden soll.
Durch die Bergwacht wurde dieser organisiert und durch Kameradin Simone Leuthäußer vom Ausbilderteam des Kreisverbandes in der Schutzhütte in Scheibe-Alsbach durchgeführt.
Hiermit nochmals Danke an Simone
Kindergarten zu Besuch
Kindergarten zu Besuch

Zur Wanderung hatte wieder einmal der AWO-Kindergarten „Haus der kleinen Strolche“ Groß und Klein eingeladen. Treffpunkt war der Sportplatz Steinheid. Von dort setzte sich die Truppe in Bewegung und wanderte über Limbach zum Stausee in Scheibe-Alsbach. Weiter ging es dann zur Bergwacht-Hütte, wo die ca. 100 Gäste bereits von den Kameraden erwartet wurden. Bei Bratwürsten, Getränken und Unterhaltung vergingen die Stunden im Fluge.
Für die Kleinen hatten sich Maritta, Jutta und Ingelinde noch einige Spiele ausgedacht.
Ausbildung der besonderen Art
Ausbildung der besonderen Art
| |
||
| |
|
|
Theoretische und praktische Sägenausbildung
Eine nicht alltägliche Ausbildung fand in der Schutzhütte statt. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Steinheid und Neuhaus und der Bergwacht-Bereitschaften Lauscha und Scheibe-Alsbach trafen sich zum erlernen des Umganges mit einer Kettensäge.
Der Lehrgang fand in Zusammenarbeit des Forstamtes Neuhaus und der Forstschule Gehren statt. Theorie galt es sich in der Schule anzueignen und dann in der Praxis im Wald umzusetzen.
Dabei wurden zahlreiche Kenntnisse durch die Forstmeister vermittelt.
Die Teilnehmer möchten sich auf diesem Wege nochmals bei Rüdiger und Jürgen recht herzlich bedanken.
Mein Lieblingsplatz - Freies Wort vom 29.03.2008
Mein Lieblingsplatz - Freies Wort vom 29.03.2008

In die Spur - Das Sonneberger Reiterlein - aus dem Freien Wort
In die Spur - Das Sonneberger Reiterlein - aus dem Freien Wort
Schnurgerade Loipen, daran müsste es auch in den Kammlagen des Kreises nicht mangeln. In Neufang zum Beispiel zieht die Bergwacht seit Jahr und Tag mit dem von der Stadt Sonneberg gestifteten Motorschlitten Linien ins Weiß. In Scheibe-Alsbach, so bietet es die Kameradschaft an, wäre gleiches möglich. Ein bisschen Benzingeld her, und ab geht die Post für die Langläufer nachdem der PS-Schlitten-Schaffner den Weg bereitet hat. Die Bergwacht: dein Freund und Wintersportrettungsdienst. Das Angebot in die Spur zu gehen steht, vielleicht findet sich noch ein Sponsor, bevor der Winter wieder passé ist, denkt sich
das Sonneberger Reiterlein
Hortkinder genossen die Motorschlitten-Tour - Artikel aus dem "Freien Wort"
Hortkinder genossen die Motorschlitten-Tour - Artikel aus dem "Freien Wort"
Konni Lutter von der Scheibe-Alsbacher Bergwacht bescherte den Steinheider Hortkindern ein rasantes Erlebnis. Huckepack auf dem Motorschlitten tourten die Grundschüler durchs verschneite Gelände.
Steinheid – Eine Woche voller Überraschungen bescherte das Hortnerinnen-Team der Steinheider Grundschule den kleinen Besuchern der Einrichtung. Für die Ferienwoche war ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt worden. Den Auftakt gestaltete Konni Lutter. Der Leiter der Bergwachtbereitschaft Scheibe-Alsbach hatte den Motorschlitten der Retter mitgebracht. Neben der Technikschau genossen die Kinder freilich zuerst die Fahrt im verschneiten Gelände.
Eine zünftige Faschingsparty erwies sich für die Ganztagsschüler ebenfalls als Lustgewinn: Bei coolen Drinks, lustigen Spielen und fetziger Disko feierten die Mini-Narren in fantasievollen Kostümen. Fingerfertigkeit war schließlich beim Teddystopfen gemeinsam mit der Firma Martin aus Sonneberg gefragt. „Allen helfenden Händen, die uns unterstützt haben und diese tolle Woche den Kindern ermöglichten, möchten wir noch einmal herzlich danken“, so Hortkoordinatorin Claudia Vogel. anb
Text und Bild aus dem "Freien Wort" vom 20.02.2008
Lauer Winter reißt Loch in die Kasse - aus dem Freien Wort vom 21.04.2008
Lauer Winter reißt Loch in die Kasse - aus dem Freien Wort vom 21.04.2008
Geänderte Rahmenbedingungen machen der Bergwacht-Bereitschaft Scheibe-Alsbach zu schaffen
Von Redaktionsmitglied Andreas Beer
Die Vermisstensuche löste sich bekanntlich im Guten auf: Ein Wanderer informierte die Polizei, nach vier Stunden fielen die Kinder erschöpft, aber glücklich den Eltern in die Arme. Es war einer der spektakulärsten Einsätze im Dienstgeschehen der Scheibe-Alsbacher Bergwacht-Bereitschaft im vergangenem Jahr. Kameradschafts-Chef Konni Lutter ging darauf aber nur am Rande ein, als er am Samstag, anlässlich der Jahreshauptversammlung seinen Rechenschaftsbericht verlas. Allein einen Fakt formulierte er aus: Keiner der Beteiligten wolle für die Vermisstensuche Geld. Aber, dass auch strukturell nichts rüberwächst für den Einsatz von Technik oder Team, das gehe auch nicht an, seufzte Lutter.

Zu den eher vergnüglichen Anlässen, zu den die Scheibe-Alsbacher ausrückten, gehörte in diesem Winter ein Ritt mit dem Motorschlitten durch die verschneite Landschaft mit den Steinheider Kindergartenkindern. Solche Aktionen solle es auch weiterhin geben, so Bergwacht-Chef Konni Lutter. Auch wenn die Ausgaben fürs Benzingeld schmerzen, tue Nachwuchsarbeit Not. Fotos: camera900.de/Beer
Bergwachtbereitschaften vorzuhalten gehört bekanntlich nicht zu den Pflichtaufgaben einer Mittelgebirgskommune. Wünsche an Ortsräte und Bürgermeister um Unterstützung bleiben daher vielfach ohne jegliches Echo. Bittbriefe an die Gemeinden im Dienstgebiet der 31-Mann-Truppe jedenfalls blieben vergangenes Jahr oft unbeantwortet, oder sie bescherten, wie im Fall Mengersgereuth-Hämmern oder Siegmundsburg, nur eine kleine Anerkennung. Lutter hofft deshalb weiter auf einen geänderten Status der Bergwacht-Bereitschaften: „Wir brauchen eine Klärung der finanziellen Abrechenbarkeit von sonstigen Einsätzen, wie zum Beispiel der Vermisstensuche. Schade ist, dass sich jeder freut, dass es uns gibt und, dass wir überall helfen. Aber wenn wir Hilfe brauchen, ist selten jemand da. Da zählen Wellenlänge, Parteifreunde usw. mehr, als die Rettung von verletzten Menschen. Für unsere Arbeit brauchen wir eine Rechtsgrundlage, sprich einen Vertrag mit dem Rettungsdienstzweckverband um unsere Einsätze weiter abrechnen zu können.“

Technikwart Chris Wurmehl stellt das „Sorgenkind“ der Bergwachtbereitschaft vor. Der 13 Jahre alte Jeep gehört ausgemustert.
Geldfragen prägten den weiteren Lauf der Veranstaltung im Domizil der Retter, der Bergwachthütte in Scheibe-Alsbach, am Samstag noch in besonderem Maße. „Unsere Aufgaben finanzieren wir aus unseren Einsätzen und Absicherungen“, erinnerte der 38-Jährige. Da aber gerade der Winter 2006/2007 von rau auf lau umschaltete, halbierte sich auch die Zahl abrechenbarer Einsatzstunden in der Skiarena.
Obendrauf kommen Einbußen infolge ausgefallener Veranstaltungen (siehe auch nebenstehenden Infokasten). Die schneefreien Winter, sie reißen Löcher in die Kameradschaftskasse. „Erstmals musste im letzten Jahr ein Finanzierungsantrag an den Kreisverband gestellt werden, damit wir den Gastank für die Hütte füllen konnten. Durch den schlechten Winter fehlten uns dafür einfach die Mittel.“
Auch an andere Stelle macht sich Aderlass bemerkbar. Deutsches Rotes Kreuz, dem die Bergwacht zugeordnet ist, und das Suhler Institut für Transfusionsmedizin gehen bekanntlich seit zwei Jahren getrennte Wege in Sachen Blutspende. Die Termine abzusichern lohnt kaum noch den großen personellen Aufwand.
Beim Konkurrenzkampf hat offensichtlich das Suhler ITM, das Spendern ihre Großzügigkeit bar vergütet, die Nase vorn und das DRK das Nachsehen. Lutter: „Die Zahlen sind total in den Keller gerutscht. Der Übergang vom ITM zum DRK-Blutspendedienst ist in unseren Orten total schiefgegangen. Dies belegen die Zahlen. Drei Spender bei vier Mann von uns plus Abnahmeteam sind nicht zu akzeptieren. Wie lange Scheibe und Steinheid als Spendeort gehalten werden kann, ist offen.“
Vielleicht, so Lutter, bringe es nun etwas, wenn künftig nicht mehr in die Steinheider Grundschule, sondern in Kürze ins Mutter-Kind-Kurheim zur Spende gebeten wird.
Der Zangengriff aus sinkenden Einnahmen und Anforderungen ans Einsatzgeschehen jedenfalls macht sich bereits deutlich bemerkbar. Es sei derzeit undenkbar, verschlissene Dienstkleidung zu ersetzen. Noch drängender ist aber die Frage, wann der überalterte Jeep ersetzt wird. Der 13 Jahre alte Dienst-Opel ist nur noch bedingt einsatzfähig: Das Blaulicht muckt erst wieder, wenn es zuvor einige kräftige Streicheleinheiten mit der flachen Hand bezogen hat, aus der Funkanlage ist jeder gute Geist gewichen.
Entsprechend hoch pegelt die Zahl an Stunden, die die Ehrenamtlichen damit zubringen, selbst besorgte Ersatzteile in Eigen-Reparatur einzubauen. Letzter Sachstand, so Lutter, ist, dass der Sonneberger DRK-Kreisverband für den Ersatz des Jeeps Mittel eingestellt habe. Ihm sei aber signalisiert worden, der Freistaat müsse erst noch Lottomittel freigeben um die Finanzierung rund zu bekommen.
Im Großen und Ganzen zeigte sich Lutter aber zufrieden mit dem Stand der Technik, den die Scheibe-Alsbacher vorhalten können. Drei Motorschlitten sind im Einsatz, zwei davon konnten durch großzügige Einzelspenden von Martina Stauch, Falk Pommer und Thomas Blechschmidt erneuert werden. „Durch die Unterstützung war es möglich, die Schlitten zu beschaffen. Sonst wären wir noch heute auf die alten Buran angewiesen. Schade ist, dass wir keine weitere Unterstützung erhalten haben. Von der Beschaffung über die Finanzierung bis zum Transport waren wir auf uns alleine gestellt. Es gibt aber auch andere Beispiele im Kreis.



