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Bergwacht Scheibe-Alsbach Bergwacht Scheibe-Alsbach Ehrenamtliche Bergrettung im Thüringer Wald
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Thüringer Bergretter zur Ausbildung im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz

27 Bergretter aus den Bergwachtbereitschaften Ruhla, Tambach-Dietharz, Floh, Oberhof, Zella-Mehlis, Gehlberg, Ilmenau, Meuselbach, Lauscha und Scheibe-Alsbach absolvierten vom 18. bis 19. Juni ihre erste Ausbildung im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz.

Auf dem Plan standen die Ausbildung in der Seilbahnevakuierung und die Grundausbildung in der Luftrettung.

Unter der Anleitung von drei Thüringer Bergwacht-Ausbildern trainierten die aktiven Einsatzkräfte in einer Simulationsanlage die Rettung von Personen bei Stillstand von Sesselliften. Diese Spezialausbildung ist erforderlich, da auch in Thüringen Sessellifte im Einsatz sind. Hier müssen für die Rettung von festsitzenden Personen in Seilbahnsesseln in der Skiarena Silbersattel in Steinach, am Fallbachlift und den Schanzen im Kanzlersgrund in Oberhof besondere Kenntnisse vorhanden sein.

Während der Ausbildung trainierten die Teilnehmer auch die Abläufe beim Einsatz mit dem Rettungshubschrauber. Dazu gehörten vor allem Grundlagen wie die einzelnen Hubschraubertypen, die Vorbereitung der Landeplätze sowie die Einweisung der Maschinen. Neben dem Ein- und Ausstieg am Hubschrauber trainierten die Teilnehmer die verschiedenen Szenarien im Einsatz mit dem Hubschrauber und der Winde.

Die so geschulten Einsatzkräfte können in Zukunft die Luftretterteams der Bergwacht Oberhof, der Berufsfeuerwehr Erfurt und der Polizeihubschrauberstaffel besser bei ihren Einsätzen im unwegsamen Gelände unterstützen. 

Das Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht Bayern ist eine weltweit einmalige Simulationsanlage, in der in einer Halle alle Abläufe der Luft- und Seilbahnrettung unter nahezu realistischen Bedingungen trainiert werden können.

Informationen und Bilder zum Zentrum für Sicherheit und Ausbildung sind hier zu finden.

Meusel neuer Chef der Bergwacht

Oberhof - Florian Meusel ist neuer Chef der Thüringer Bergwacht. Die Landesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes wählte den 51-Jährigen am Samstag in Oberhof als Landesvorsitzenden, wie das DRK am Sonntag mitteilte.

Meusel, hauptberuflich als Geschäftsführer des Vereins Naturpark Thüringer Wald tätig, steht zukünftig 600 ehrenamtlichen Bergrettern vor. Diese betreuen die Region Thüringer Wald entlang des Rennsteiges vom  Wartburgkreis bis zum Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und die Rhön sowie den Thüringer Teil des Südharzes.

Luftrettungsübung der Bergwacht Oberhof

 

In Zusammenarbeit mit der thüringer Polizei probt die Bergwacht Oberhof den Ernstfall. Die Übungen wurden vom MDR begleitet.

Klinikbesuch einmal ganz ohne Termin - Freies Wort Artikel vom 12.05.2011

Nicht nur Neuhäuser nutzten den Tag der offenen Tür in der Klinik, um sich den Blutdruck messen oder auch das Innere eines Rettungswagens erklären zu lassen.

Neuhaus - "25 Jahre Klinik Neuhaus" hieß es am vergangenen Wochenende in der Rennsteigstadt. Während der Festakt am Samstag den Mitarbeitern der Einrichtung vorbehalten war (Freies Wort berichtete), konnte am Sonntag zum "Tag der offenen Tür" jedermann kommen.

Reger Andrang herrschte im ersten Obergeschoss der Klinik, wo man an diesem Tag ganz ohne Termin Blutdruck-, Blutzucker- und Halsvenenmessungen oder einen Lungenfunktionstest vornehmen lassen konnte. "Bevor man nicht richtig krank ist, geht man ja sonst nicht zum Arzt. Aber es ist schon schön, wenn man auf so einfachem Weg einmal seine Werte erfahren kann", erläuterte Katrin Schramm, die mit ihren Kindern Erik und Leni-Eva und Oma Brunhilde die verschiedenen Angebote gerne nutzte. Das schöne Wetter und das Interesse am Vortrag über die Erkrankungen des Herzens hatte das Ehepaar Greiner-Sohn aus Lauscha in die "Schöne Aussicht" geführt. Ehepaar Halle aus Neuhaus freute sich über die schöne Musik und genoss den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.

Selbst für erfahrene Mediziner war es ein interessanter Nachmittag. So fachsimpelte beispielsweise Notarzt Dr. Naviliat mit Uwe Eschrich, dem Leiter des Fuhrparkes der Medinos-Kliniken, über die Besonderheiten im und am für den Standort Sonneberg neu angeschafften Notarztfahrzeug, das auch von zahlreichen Gästen bestaunt wurde.

Viele Besucher nutzten das Angebot, Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge zu besichtigen und sie sich von Experten erklären zu lassen. So konnte Rettungssanitäter Ronny Philipp an diesem Tag unzählige Male Möglichkeiten der Hilfe im Rettungstransportwagen erläutern. Rettungsassistentin Stefanie Rothe wusste zu berichten, dass der RTW dank Allradantrieb auch in unserer Region überall einsetzbar ist und beim Fahrsicherheitstraining Reaktionen am Hang und bei Aquaplaning getestet wurden. Mitglieder der Bergwachtbereitschaften Neuhaus, Lauscha und Scheibe-Alsbach demonstrierten derweil Varianten der Sommer- und Winterrettung. Und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus ließen die mutigsten Gäste das Geschehen aus dem Korb der Drehleiter ihres Einsatzfahrzeuges aus luftiger Höhe beschauen. Nicht nur von dort oben ließ sich erkennen - das Interesse der Menschen an ihrer Klinik war enorm.


Mit freundlicher Unterstützung des Freien Wortes.

Downhill

17-jähriger Mountainbiker am Silbersattel schwer gestürzt

Steinach - Ein 17-jähriger Mountainbiker aus Krölpa bei Pößneck ist am Sonnabend auf der Downhillstrecke am Silbersattel in Steinach schwer gestürzt. Er wurde von der Bergwacht Scheibe-Alsbach aus dem Wald geborgen und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Neuhaus gebracht. Nach ersten Informationen hat sich der junge Mann vermutlich den Knöchel gebrochen.

AbtransportAbtransport

Auf der Abfahrtspiste am Silbersattel rauschen die Downhill-Piloten auf ihren speziellen Mountainbikes eine 1500 Meter lange Piste hinab ins Tal. 250 Höhenmeter werden dabei überwunden. Trotz der Regenafälle in den vergangenen Tagen scheint die Strecke absolut wettkampftauglich: „Bis auf ein paar Pfuetzen ist die Strecke zu 90 Prozent trocken“, meint  Gerhard Mueller vom Ausrichter des ROOKIES-CUP 2010. Die Wetterprognosen versprechen „ein traumhaftes Sport-Wochenende“. Bereits am Freitag reisten viele Teilnehmer an. Insgesamt sind am Wochenende 253 Downhiller beim ROOKIES-CUP in Steinach am Start. Laut Müller kommen sie unter anderem aus Oesterreich, der Schweiz und allen Teilen Deutschlands. st/cob

 

(Die Bilder wurden von Stefan Thomas bereitgestellt.)

Sieg statt Schönheit

Mit über 270 Startern beim Rookies Cup am Wochen­ende verzeichneten die Ausrichter im Bikepark am Steinacher Silbersattel einen Teilnehmerrekord innerhalb der IXS-Serie der Downhill-Piloten.
von Lars Fritzlar

Steinach - Traumhaftes Wetter herrschte am Sonntag während der beiden Wertungsläufe. Auch am Frei­tag und Samstag zuvor hatten die Gastgeber für wettkampftaugliche Bedingungen auf der 1600 Meter langen Piste mit einem Höhenunter­schied von 250 Metern gesorgt.

Der große Zuspruch schmeichelt Veranstalter und Hauptsponsor der IXS-Serie, der auch einige Exoten in seinen Starterlisten führte. Zusam­men mit Deutschen und Österrei­chern ging beispielsweise der Austra­lier Sean McConnell in Steinach an den Start. Der Downhill-Pilot stu­diert in Heidelberg und schlug sich in der stark besetzten Männer-Klasse ordentlich - 101. von 145 Finishern. Oder das Geschwister-Paar Grandy aus Portugal. Silas, der bei den Kids 1 (bis 13 Jahre) das waghalsige Aben­teuer zweier Downhill-Fahrten am Silbersattel bestand, verfehlte als Vierter nur knapp das Podest. Sein 16-jähriger Bruder Valentin wurde Zweiter im Youth-Klassement. Die Grandys starten allerdings für einen Sportclub in Heidenheim. Dennoch: Mit solch internationalem Flair kön­nen sich eigentlich nur die Winter­sportler in Lauscha brüsten.
Die große Resonanz beim Rookies Cup und ähnlichen Veranstaltungen wie das Einrad-Downhill-Fahren am kommenden Wochenende am Silbersattel ist aber sicher auch dem großen persönlichen Engagement der Steinacher Bike-Parkwächter ge­schuldet. Sie hatten die gesamte Wettkampf-Strecke im vergangenen Jahr mit Frank Schneider (mehrfa­cher Cup-Gewinner und Deutscher Meister) designed. Mit wechselnden Schwierigkeiten wie beispielsweise einer Höchstgeschwindigkeitpassage im Mittelteil. "Anspruchsvoll und se­lektiv", beschreibt Gerhard Müller vom Ausrichter den Charakter der Strecke.

Richtig harter Sport


So seien auch Stürze durchaus möglich und bei den Teilnehmern auch einkalkuliert. "Die Jungs fahren auf Sieg und nicht auf Schönheit", beschreibt Müller die Szene. Das gel­te natürlich auch für die zehn Mäd­chen und Frauen, die in Steinach an den Start gingen. "Nichts Primabal­lerina, nichts für Weicheier. Das ist richtig harter Sport", schätzt Müller ein. Lebensmüde seien die Downhil- ler jedoch nicht. "Mutig schon, ein bisschen verrückt", meint er. Aller­dings schützen sich die Aktiven auch gehörig - von Kopf bis Fuß mit Helm, Panzern, Polstern,
Protektoren. Verletzungen seien dennoch nicht aus­geschlossen. Während der drei Tage am vergangenen Wochenende muss­te die Bergwacht Scheibe-Alsbach sieben Verletzte ins Krankenhaus schicken - zur Weiterbehandlung oder Abklärung. "Ein verletzter Knö­chel oder ein Beinbruch ist da nichts Ungewöhnliches", weiß Organisator Gerhard Müller. Aufatmen könnte er am Sonntag, denn kein Verletzter blieb im Klinikum. Bestens versorgt- teilweise mit Gips an Arm oder Bein - war der ein oder andere Rookie am Sonntag zur Siegerehrung unter den Zuschauern gesichtet worden.

Bestens versorgt: Die Bergwacht Scheibe-Alsbach kümmerte sich in Windeseile um die Verletzten.

Indes heil die Schussfahrt mit dem umgebauten Mountainbike beende­te Lokalmatador und mittlerweile beinahe Dauerbrenner Lukas Wohl­leben, der im Junior-Klassement auf Rang 20 landete. Respekt.

Prächtige Stimmung auf der Langlaufpiste - aus dem Freien Wort

Prächtige Stimmung auf derLanglaufpiste

Ergebnisse 3. Riesentorlauf der Bergwacht Thüringen

Die Ergebnislisten zum Rennen um die schnellste Bergwachtbereitschaft in Thüringen sind im Archiv leider nicht mehr verfügbar. Ein ausführlicher Bericht zum Wettkampf folgt in den nächsten Tagen.

Einige Bilder des Rennens könnt ihr in unserer Bildergalerie finden.

Kölner am Rennsteig - aus dem Freien Wort vom 26.01.2009

Köllner am Rennsteig - aus dem Freien Wort vom 26.01.2009
 
Ganz spannend fanden es die sechs Jungen der Arbeitsgruppe „Bergwacht“ an der Staatlichen Grundschule Steinheid, als sie gestern Besuch von einer Kölner DRK-Rettungshundestaffel bekamen. Die Zwei- und Vierbeiner aus Nordrhein-Westfalen absolvieren zum mittlerweile 15. Mal ein einwöchigen Schnee-Training in der Region um Siegmundsburg. Dem Team verbindet eine feste Freundschaft mit den Mitgliedern der Bergwachtbereitschaft Scheibe-Alsbach und so war es für sie Ehrensache, dass sie den Schülern Elemente der Ausbildung demonstrierten. Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze. 
 

Aus dem Freien Wort vom 26.01.2009. Text und Bild R. Sander.

Erste Adresse für Erste Hilfe - Freies Wort vom 24.02.2009

Bei Skispaß-Turnier stimmen Thüringens Retter auch Sorgenlieder an

Steinach – Die Schussfahrt im Weiß einmal von derFür Erste Hilfe am Unfallort sind in der Steinacher Skiarena Scheibe-Alsbachs Bergwachtler die erste Adresse. Der ehrenamtliche Dienst hilft, die aufwändige Ausrüstung zu finanzieren. unbeschwerten Seite erleben? Dieses Vergnügen gönnten sich am Wochenende Bergwachtbereitschaftler aus ganz Thüringen in der Skiarena Silbersattel – beim traditionellen Ski-alpin-Wettbewerb der Kameradschaften. Knapp 60 Starter aus einem Dutzend Teams reisten zu dem geselligen Miteinander der eiskalten Art in die Brunnenstadt. Organisiert wurde der Wettbewerb von der Sektion Scheibe-Alsbach, deren Hausberg das Fellberg-Areal ist. Die Gastgeber übernahmen die schöne Pflicht ein reibungsloses Vergnügen auszurichten, anstatt, wie sonst die Saison über üblich, bergauf und talab Erste Hilfe für Verunfallte zu leisten.

Knapp 50 Einsatztage haben die Scheibe-Alsbacher in der laufenden Saison in Thüringens größtem Skigebiet bereits „abgerissen“. Silbersattel-Geschäftsführer Gerhard Müller lobt seine Jungs in den roten Jacken denn auch gerne über den grünen Klee: „Die machen einen Super-Job.“ Ob Wochenende oder Feiertag, auf Zuruf oder wenn es gilt, Turniere abzusichern, „seit Jahren stehen die Scheibe-Alsbacher parat und schieben einen schicken und ordentlichen Dienst.“
 

Steinachs oberster Schneezirkus-Direktor betont, dass die Vor-Ort-Truppe in der Arena zudem ein wertvoller Aktivposten fürs Renommee ist. „Es ist einfach beruhigend für die Gäste.“ Und derer waren es nicht wenig im bisherigen Traumwinter 2008/2009, nämlich bisher rund 40 000.

Vertletzt in der Abfahrt

Zu den spektakulärsten Einsätzen des Retter-Zusammenschlusses in dieser Saison zählt die Premiere einer Rettungshubschrauber-Landung an Silvester auf dem Plateau. Nachdem der Sessellift abgeknipst war und eigentlich der Sekt kaltgestellt sein wollte, kam via Funk die Meldung, ein verletzter Skifahrer liege auf der Familienabfahrt. Die Kameraden informierten die Rettungsleitstelle, ein 40-Jähriger habe sich die Schulter ausgekugelt hatte. Wegen der Schmerzen ließ sich der Mann kaum anderweitig bergen, also wurde der DRF-Heli Christoph 60 angefordert.

Nachdem Schmerzmittel verabreicht waren, wurde der Patient eingeladen und ins Klinikum Suhl geflogen, schildert Kameradschaftsleiter Konni Lutter. Durchs Team der Skiarena war zwischenzeitlich per Pistenraupe die Familie des Verunfallten an den Unfallort gebracht worden. Die Notärztin informierte die Ehefrau und diese konnte dem Familienvater schließlich mit dem Auto ins Klinikum folgen.

Lutter: „Dieser Einsatz zeigte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Bergwacht, Skiarena und Bergwacht, Rettungsleitstelle und Rettungskräften.“

Einem Unfallhoch in den vergangenen Wochen möchte Lutter trotzdem nicht das Wort reden. Klar, die Einsatzzahlen sind nach oben geschlittert, aber prozentual, also im Vergleich zum Besucheraufkommen, sei alles im grünem Bereich.

Dennoch gibt es Zeiten, an denen man aus der Thermojacke -nicht herauskommt. Fünf Snowboarder mit zerschrotetem Handgelenk schlugen beispielsweise an einem einzigen Tag im Stundentakt hintereinander auf. Und über dieses Publikum schimpft Lutter. Es sei immer derselbe Mix aus Selbstüberschätzung und mangelndem Können, der seine Rot-Kreuzler auf den Plan und in die Piste ruft.

„Das sind dann welche, die sich lieber vom Kumpel das Boarden beibringen lassen, als vielleicht ein paar Stunden in den Skilehrer zu investieren, der einem die Grundbewegungen beibringt.“

Wenn diese Grünhörner dann auf die Schnauze fallen, „kein Wunder“.

Ins Lied über alpin bebrettelte Sorgenkinder wissen natürlich auch andere Thüringer Bergwacht-Chefs einzustimmen. Oberhofs Rainer Mahn etwa berichtet von seinen zwei bis drei Einsätzen jedes Wochenende im Skigebiet am Inselsberg. Mittlerweile seien es weniger die Knochenbrüche, die das Bild prägen, als vielmehr schlimme Schnittwunden. „Wenn die Stahlkanten ins Fleisch schneiden, dann ist man oft gleich bis auf den Knochen durch.“

Doch immerhin: Nach dem Unfall von Thüringens oberstem Skifahrer sei ein Mehr an Vernunft zu beobachten. Der Trend zum Helm ist da. Eine Pflicht hierzu allerdings gibt es nicht. Sie wäre wohl auch kaum durchzusetzen oder zu kontrollieren.

Mike Schmidt, Leiter der Bereitschaft in Gehlberg, mahnt entsprechend an, angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen für den notwendigen Dienst der Bergwachten im Urlauberland Thüringen. Bekanntlich zählt die Unterstützung der Kameradschaften – im Gegensatz zur Freiwilligen Feuerwehr – nicht zum Kanon der gesetzlichen kommunalen Pflichtaufgaben. Wie sie also Kosten für Funkgeräte und Motorschlitten, für Stiefel und wetterfeste Jacken bestreiten sollen, bleibt hierzulande allein der Fantasie der Freiwilligen geschuldet. Dass er es leid sei, ständig Bettelbriefe um Fördermittel nach Erfurt zu schicken oder Sponsoren anzubaggern, lässt Schmidt daher deutlich anklingen. „Da besteht eine absolute Diskrepanz zwischen der Funktion, die wir wahrnehmen, und unserer Ausstattung.“ 51 Euro beispielsweise vergüten die Krankenkassen den Ersthelfern in Thüringen. Wenn allerdings in Bayern eine Bergwacht Sanitäter anfordere, würde im Nachgang die siebenfache Summe überwiesen. Wie man also bitteschön für „nen Fuffi“ pro Einsatz Technik und Ausrüstung anschaffen, unterhalten und reparieren solle? Für den Ilmkreisler Schmidt eine offene Frage.

Pokal-Dreier für Gehlberg

Die Gleichstellung mit den Feuerwehren voranzutreiben, allerdings keine Neiddebatte anzustoßen, das ist dieser Tage Stoßrichtung der im DRK organisierten Bergwachten.

Günter Senf, stellvertretender Landesvorsitzender, äußerte am Rande der Veranstaltung in Steinach, man werde demnächst zumindest bei der Vergütung für die Jugendarbeit in Erfurt nachhaken. Geplant sei hierzu ein Antrag an die Landesregierung.

Zu den Fragen, die sich am Wochenende immerhin klären ließen, gehört die nach der schnellsten Bergwacht Thüringens. Die Gehlberger Mike Schmidt und Lothar Greiner sicherten sich beim Alpin-Wettbewerb den Titel der flottesten Mannschaft, Pia Wagner aus Gehlberg bekam den Pokal für die schnellste Bergretterin und Mike Schmidt den des schnellsten Retters. Die Pokale immerhin waren an diesem Abend der handfeste Lohn für ein Engagement, das ansonsten kaum mit Geld aufgewogen wird.

Text und Bilder: Andreas Beer

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